Termine

Juni 2015

Wenn du keine Wohnung hast, geh spazieren!

Diese Zeile aus dem Lied »Kurze Anfrage« (Text und Musik Hanns Eisler) ist der Titel des Solidaritätskonzerts des Hans-Beimler-Chores am Samstag, 6. Juni 2015, um 17 Uhr im Gemeinderaum der Erlöserkirche (Nansenstr. 5, 14471 Potsdam)

Hintergrund
Oliver Lenz wohnt seit 1990 in der Wohnung Carl-von-Ossietzky-Str. 6, 14471 Potsdam. 2011 hat sein Vermieter ihm die Wohnung wegen Eigenbedarfs gekündigt.
 Herr Lenz ist allerdings schwer an Multipler Sklerose erkrankt. Die aktuelle Situation ist, dass er mit 100% Körperbehinderung die Pflegestufe 3+ (Härtefall) hat. Seine körperlichen Beeinträchtigungen nehmen weiter zu. Trotzdem nimmt er aktiv am Leben teil. 
Wichtig in diesem Zusammenhang ist seine Wohnung, die ausreichend Platz für seine Kinder und Treffen mit Freunden und Bekannten bietet.
 Eigenbedarf ist in diesem Land ein Kündigungsgrund. Aber muss unter diesen Umständen nicht die kapitalistische Verwertungslogik zurücktreten? Ist das Leben eines Menschen nicht höher zu bewerten als der Mammon? Soll Herr Lenz seine letzten Lebensjahre nicht in vertrauter Umgebung verbringen dürfen? 
Eine Zwangsräumung stellt eine enorme Bedrohung für seine Gesundheit dar. Am Fall von Rosemarie F., die 2013 nach ihrem Wohnungsverlust verstarb, wurde deutlich, dass Zwangsräumungen tragische Folgen haben können. 
Der Hans-Beimler-Chor aus Berlin unterstützt mit diesem Konzert sein Mitglied Oliver Lenz.
 Achtung: Jede*r sei sich bewusst, dass er/sie kann als nächstes betroffen sein kann. Sowohl von einer Krankheit als auch von Eigenbedarfskündigung!

Oktober 2014

Kurzaufruf zur Lärmdemo am 18. Oktober 2014

„Zu viel Ärger! Zu wenig Wut?“
Lärm-Demonstration am 18. Oktober, 14 Uhr Herrfurthplatz (U8 Boddinstrasse)

Mieterhöhung, Modernisierung, Umwandlung in Eigentumswohnungen, rassistische Stigmatisierung und Ausgrenzung, Kündigung durch ständig neue Eigentümer_innen, Umzugsaufforderung durch das Jobcenter bis hin zu Zwangsräumungen – während vor einigen Jahren die eigenen vier Wände noch ein sicherer Rückzugsort waren, bedeutet heute wohnen für viele Menschen vor allem Stress: Oft ist die Miete so hoch, dass kein Geld mehr zum Leben übrig bleibt und immer öfter sind Menschen dem Terror profitgeiler Vermieter_innen ausgesetzt. Wohnraum für Menschen mit wenig Geld ist in Berlin hingegen nicht mehr zu finden, nicht bei städtischen Wohnungsgesellschaften und auch nicht am Stadtrand.

Im Neuköllner Norden hat sich der Prozess von Aufwertung und Verdrängung in den letzten Jahren in besonders rasantem Tempo vollzogen. Es gibt kaum Haushalte, die von oben genannten Problemen nicht betroffen sind.

Aber es regt sich auch Widerstand und die Erfahrungen zeigen: wenn der Protest auf die Strasse getragen wird, haben Mieter_innen eine Chance, den Eigentümer_innen im ungleichen Kampf etwas entgegen zu setzen. Gemeinschaftliche Organisierung und praktische Soldiarität sind unsere Antworten auf den individuellen Druck, den der sogenannte Wohungsmarkt auf uns ausübt.

Um unserer Wut gegen diese Verhältnisse Ausdruck zu verleihen, rufen zahlreiche Initiativen und Gruppierungen zur Lärm-Demonstration: Zu viel Ärger! Zu wenig Wut? Sie findet im Rahmen des stadtpolitischen Aktionszeitraums des Berliner Ratschlags statt. Und am gleichen Tag werden in zahlreichen Städten Europas Menschen demonstrieren, um dabei Wohnraum und ein Recht auf Stadt für alle Menschen zu fordern. Seid dabei, seid laut, kreativ und wütend!

Mehr Infos bei http://vierundvierzig.blogsport.de

September 2013

„Wem gehört Berlin? Burası kimin Berlin?“

Demonstration im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Keine Profite mit der Miete!“ am 28. September 2013 gegen den Ausverkauf Berlins! Der Treffpunkt ist um 14 Uhr am Lausitzer Platz.

www.keineprofitemitdermiete.org

Veranstaltungsreihe 2013: Wohnen in der Krise. NEOLIBERALISMUS – KÄMPFE – PERSPEKTIVEN

Der achte Teil findet am 26. September 2013 um 19 Uhr in der Beratungsstelle der Berliner Mietergemeinschaft in der Sonnenallee 101 zu „Nordrhein-Westfalen – Gespaltener Wohnungsmarkt“ statt.

www.youtube.com/WohneninderKrise

Juni 2013

Bundesweite Aktionswoche „Keine Profite mit der Miete“  vom 22. bis 29. Juni 2013

Konzerte, Veranstaltungen, Lesungen zu den Themen Recht auf Stadt, neoliberale Stadtpolitik und Mietenwahnsinn

http://www.keineprofitemitdermiete.org/

Mai 2013

Von kotti & co – Die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor:

Kıra çok yüksek

Am Samstag (18. 5.) um 14:00 findet die 18. Lärmdemo am Kotti statt.
Bringt Kochtöpfe mit und macht Lärm!

Lärmdemo

http://kottiundco.net/

Januar 2013

Vom Bündnis gegen Zwangsräumung:

Neuer Räumungstermin Lausitzer Str. 8 – Neuer Aufruf zur Blockade!

Der neue Räumungstermin für die Lausitzer Str. 8 steht fest! Am
Donnerstag, den 14. Februar 2013 um 7 Uhr wollen wir mit euch gemeinsam
auch den dritten Räumungsversuch durch eine Blockade verhindern.

Am Montag, den 22. 10. 2012, wurde in der Lausitzer Straße 8 die
Zwangsräumung einer Familie durch eine Sitzblockade verhindert. Die
Gerichtsvollzieherin musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. Dies war
die erste erfolgreiche Verhinderung einer Zwangsräumung in Berlin. Der
zweite Räumungstermin am 12. 12. 2012 wurde kurz vorher ausgesetzt, aus
„formellen Unstimmigkeiten“. Wir wollen auch den dritten Räumungsversuch
mit Massenblockaden zum Scheitern bringen.

Werdet konkret aktiv gegen Verdrängung! Kommt zur Blockade am 14. 02. 2013!

http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de
mailto:zwangsraeumungverhindern@riseup.net

Dezember

Aus einer Pressemitteilung vom Bündnis gegen Zwangsräumung: „Zweite Zwangsräumung verhindert, bevor wir uns überhaupt hingesetzt haben! … Vielen Dank für eure Solidarität. Wir halten euch auch weiter auf dem laufenden!“

Die Zwangsräumung für den 12. Dezember ist ausgesetzt!

Am Mittwoch, 12. Dezember, 7 Uhr, Lausitzer Str. 8 in Kreuzberg

Zwangsräumung verhindern!

André Franell kann’s nicht lassen: Nach der verhinderten Zwangsräumung im
Oktober schickt er noch mal Gerichtsvollzieherin und Polizei, um Familie
Gülbol nach 16 Jahren aus ihrer Wohnung zu setzen.

Franell hat verschiedentlich versucht, die Mieter*innen aus dem Haus zu
kriegen. Dann hatten Gülbols sich gerichtlich gegen eine Mieterhöhung
gewehrt, am Ende verloren, die aufgelaufenen Mieterhöhungen nachbezahlt –
doch zu spät; Franell kündigte deswegen ohne Abmahnung fristlos.  Auch
dagegen haben sich die Gülbols an den Rechtsweg gehalten und sind nun vom
Recht aber nicht von uns verlassen.

Soziale Beziehungen von Menschen, die Jahr(zehnte) lang im Kiez wohnen
sind uns wichtiger, als Profitmaximierung für Leute, die eh‘ genug haben.
Wir wollen dass auch diese Zwangsräumung scheitert. Ziviler Ungehorsam von
vielen gegen die Profitinteressen von wenigen. Kommt am 12. 12. pünktlich
vor’s Haus Lausitzer Str. 8, zieht Euch warm an und bringt Eure
Freund*innen mit.

Für Dauerdurchhalter: Im Stadtteilladen im selben Haus findet bereits am
Vortag, den 11. 12. ab 22 Uhr eine sehr lange Nacht der Kultur statt, mit
Lesungen und Darbietungen open end.

Bündnis Zwangsräumung verhindern

Info- und Mobiveranstaltung:
Mittwoch, 05. 12., 19:00 Uhr, New Yorck im Bethanien, Mariannenplatz 2a,
Kreuzberg

http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de
mailto:zwangsraeumungverhindern@riseup.net

November

Am 10. November findet eine bundesweite Demonstrationen gegen hohe Mieten und Verdrängung statt – Die Stadt von Morgen beginnt heute.

Wir bleiben Alle

An diesem Tag wird es zeitgleich in Berlin, Freiburg und Hamburg Demonstrationen gegen steigende Mieten und Verdrängung geben. In den größeren Städten der Bundesrepublik explodieren die Mietpreise. Wer sich die Mieten nicht mehr leisten kann, wird verdrängt. Denn günstiger Wohnraum ist rar. Die Zahl bezahlbarer Sozialwohnungen hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verringert. Alleine in den vergangenen zehn Jahren sank der Bestand im gesamten Bundesgebiet um ein Drittel. Dieser Zustand trifft die ohnehin benachteiligten Bevölkerungsschichten: weil sie von rassistischer Ausgrenzung betroffen, prekär beschäftigt oder erwerbslos sind.
Nach einem Bericht des Bundesbauministeriums sind Berlin (Mietsteigerung 7,4%), Freiburg (8,1%) und Hamburg (7,5%) besonders stark vom Mietenwahnsinn betroffen. In allen drei Städten werden die Demonstrationen von Betroffeneninitiativen und außerparlamentarischen Bündnissen organisiert. Der Widerstand gegen die Mietenentwicklung und ihre Folgen wächst lokal schon seit Jahren, nun soll erstmals in mehreren Großstädten zeitgleich demonstriert werden. Steigende Mieten sind weder ein Naturgesetz, noch eine lokales Spezialproblem. Die Mieterinnen und Mieter müssen deshalb lokal und bundesweit Druck aufbauen, damit die steigenden Mieten gestoppt werden.
Berlin:
 Mietenstopp sofort!  www.stadtderzukunft.org
   Kotti & Co  www.kottico.net
Freiburg:
 Netzwerk Recht auf Stadt  www.rechtaufstadt-freiburg.de
Hamburg:
 Bündnis Mietenwahnsinn stoppen  www.mietenwahnsinn.de

Am 13. November veranstalten Kotti & Co und das berliner bündnis sozialmieter.de  eine Konferenz über die Zukunft des Sozialen Wohnungsbaus.

Oktober

Am 8. um 19 Uhr zeigen wir in der Beratungsstelle der BMG den DokumentarfilmMietenstopp“.

Die MieterEcho-Redaktion lädt am Donnerstag dem 11. 10. um 19 Uhr in die Sonnenallee 101 zu einer Diskussionsveranstaltung Die neuen Sanierungsgebiete – Wer profitiert und was haben Mieter/innen davon?

September

Am 22. wird die „Wir bleiben alle!“- Krachdemo stattfinden. Sie startet 16 Uhr am U-Bhf. Eberswalder Str., es gibt aber auch schon ab 14 Uhr einen Fahrradkorso vom Hermannplatz aus. Bringt Töpfe, Trillerpfeifen, etc. mit, um ordentlich Krach zu machen gegen „… Sozialabbau, Verdrängung und den Ausverkauf der Stadt! Für selbstbestimmte, selbstverwaltete, solidarische und unkommerzielle Räume!“ Aktuelle Informationen zum Streckenverlauf und weiteres Wissenswerte findet ihr im Netz bei http://wirbleibenalle.org

Am 23. findet um13 Uhr die „Hände weg vom Wiesenmeer“-Demo mit anschließender Kundgebung auf dem Tempelhofer Feld statt.

Am 24. veröffentlichen wir nach unserem ersten Jahr gemeinsamer Arbeit die Ergebnisse unserer Fragebogenaktion, in der Mieter_innen in unserem Kiez nach ihren Miet-Erfahrungen und -Nöten befragt wurden. Wir wollen diesen Abend auch nutzen, uns als Kiezini vorzustellen und freuen uns, euch kennenzulernen. (Um 19 Uhr in der Sonnenallee 101, in der Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft.)

August

Vom 17. bis zum 19. findet das Festival gegen Rassismus am Blücherplatz statt (http://festivalgegenrassismus.wordpress.com)

Kotti & Co veranstalten am 18. wieder eine Lärmdemo. (http://kottiundco.net)

Advertisements