Veranstaltungsreihe 2013

„Wohnen in der Krise.
Neoliberalismus – Kämpfe – Perspektiven“

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Mit dieser Veranstaltungsreihe beleuchten wir die Situation in anderen Ländern und Städten. Am 18. Juli sehen wir uns im sechsten Teil die Situation in den Niederlanden an.
Wir laden Euch ein, um 19 Uhr in die Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft in die Sonnenallee 101 nach Neukölln zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Weitere bereits feststehende Termine der Veranstaltungsreihe:
22. August / Frankreich|| 26. September / NRW || 10. Oktober / Türkei

Videos und Dokumentation: http://www.youtube.com/user/WohneninderKrise

Politikwechsel statt Perspektivwechsel: Damit alle bleiben können!

Donau-Fulda-Kiezinitiative bei der Eröffnung der „48 Stunden Neukölln“

14. Juni 2013: Das diesjährige Motto der „48 Stunden Neukölln“ lautete „Perspektivwechsel“. Mit einigen Nachbarinnen und Nachbarn besuchte die Donau-Fulda Kiezinitiative die Eröffnungsveranstaltung, um der Perspektive der Mieterinnen und Mieter Ausdruck zu verleihen:

Die Perspektive der Mieterinnen und Mieter in Neukölln ohne viel Geld in der Tasche ist es, über kurz oder lang aus ihrem Kiez verdrängt zu werden. Das zu verhindern hilft kein Perspektiv- sondern nur ein Politikwechsel. Wer von Neukölln redet, darf zur Verdrängung nicht schweigen!“, so die Erklärung der Donau-Fulda Kiezinitiative.

DonauFulda48Stunden

Flugblätter, Plakate und Transparent stießen auf reges Interesse und große Zustimmung. Die Botschaften durchdrangen auch den dichten Rauch der künstlerisch gestalteten Nebelwand der politischen Ignoranz, die durch Bezirksstadträtin Franziska Giffey repräsentiert war.

DonauFulda48StundenNebelwand

Hier die Erklärung der Initiative: Damit alle bleiben können!

„Schade, daß Beton nicht brennt“

November Film Kollektiv, BRD 1981, 81 min

Beton

Wohnungssuche, Leerstand, Abriss, Spekulation und Verdrängung waren schon zu Ende der 70er Jahre die Probleme gegen die sich Mieterinitiativen in mühevoller Kleinarbeit gestemmt haben. Im Dezember 1980 geht die Polizei gegen die Hausbesetzerbewegung in Kreuzberg vor. Nach dieser Eskalation stieg die Zahl der instandbesetzten Häuser deutlich.

Instandbesetzt Plakat

Eine Veranstaltung von KiezIni DonauFulda + MieterIni FuldaWeichsel in Zusammenarbeit mit Prometheus Antiquariat im Rahmen der Ausstellung „Fata Morgana eines Wohnungssuchenden“ und der Bundesweiten Aktionswoche „Keine Profite mit der Miete“ vom 22. bis 29. Juni 2013.

Der Film wird am Dienstag, 25. Juni 2013 um 20:00 Uhr in der Beratungsstelle der Berliner Mietergemeinschaft in der Sonnenallee 101 in Berlin – Neukölln gezeigt.

Veranstaltungsreihe 2013

„Wohnen in der Krise.

Neoliberalismus – Kämpfe – Perspektiven“

WidK–Russland

Mit dieser Veranstaltungsreihe werfen wir einen Blick auf die Situation in anderen Ländern und Städten. Am 20. Juni sehen wir uns im fünften Teil die Situation in Russland an.
Wir laden Euch ein, um 19 Uhr in die Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft in die Sonnenallee 101 nach Neukölln zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Weitere bereits feststehende Termine der Veranstaltungsreihe:
18. Juli / Niederlande || 22. August / Frankreich || 10. Oktober / Türkei

Videos und Dokumentation: http://www.youtube.com/user/WohneninderKrise

„Fata Morgana eines Wohnungssuchenden“

Wohnungsnot und Mieterkämpfe im Plakat – Beispiele aus den 70er und 80er Jahren

Fata Mogana

Eine Ausstellung der Berliner MieterGemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem Prometheus Antiquariat vom 13. Juni bis zum 29. August 2013 in der Beratungsstelle Sonnenallee 101 in Berlin – Neukölln.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 13. Juni um 19.00 Uhr statt. Der Künstler Kurt Jotter ist dazu eingeladen.

Mietspiegel 2013: Informations- und Diskussionsveranstaltung

Der letzte Mietspiegel wurde von der durch ihre wohnungspolitische Abstinenz zu zweifelhaftem Ruhm gekommenen Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) verkündet. In diesem Jahr hatte ihr Nachfolger Michael Müller (SPD) seinen großen Auftritt. Über anderthalb Jahre ist er im Amt und hat in dieser Zeit immerhin erkannt, dass der Wohnungsmarkt nicht mehr als entspannt bezeichnet werden kann. Diese Erkenntnis hat ihn veranlasst mit dem sogenannten Mietenbündnis quasi ein Bündnis mit sich selbst abzuschließen und den Vorentwurf eines Stadtentwicklungsplans Wohnen zu liefern. Bei solchen wohnungspolitischen Großtaten ist es kein Wunder, dass die Mieten steigen. Die aus allen Ländern dieser Erde angelockten Investoren haben in Berlin freie Bahn und diese nutzen sie, wie der Mietspiegel zeigt.

Welche Entwicklungen sind für Neukölln zu erwarten und wie können sich MieterInnen gegen steigende Mieten zur Wehr setzen? Am Donnerstag, den 6. Juni wollen wir um 18:30 Uhr in der Sonnenallee 101 in den Räumen der Berliner Mietergemeinschaft darüber diskutieren.

Veranstaltungsreihe 2013

„Wohnen in der Krise.

Neoliberalismus – Kämpfe – Perspektiven“

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Mit dieser Veranstaltungsreihe werfen wir einen Blick auf die Situation in anderen Ländern und Städten. Nach den vergangenen Veranstaltungen zu Polen und Spanien beleuchten wir am 23. Mai im vierten Teil die Situation in Griechenland.
Wir laden euch ein, um 19 Uhr in die Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft in die Sonnenallee 101 nach Neukölln zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsreihe 2013

„Wohnen in der Krise.

Neoliberalismus – Kämpfe – Perspektiven“

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Mit dieser Veranstaltungsreihe werfen wir einen Blick auf die Situation in anderen Ländern und Städten. Am 7. Februar beleuchten wir im ersten Teil die Situation in der Mieterstadt New York.
Kommt am 19 Uhr in die Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft in der Sonnenallee 101 in Neukölln! Der Eintritt ist frei.

Keine Wohnung zu finden – die Mieten steigen

Mit einer Umfrage hat eine Stadtteilinitiative in Neukölln nicht nur Daten gesammelt, sondern auch zur Vernetzung von Betroffenen beigetragen.

Angeregt durch eine Kiezversammlung gründete sich im August letzten Jahres im nördlichen Neukölln die Kiezinitiative DonauFulda. Um die im Gebiet um die Donau- und die Fuldastraße lebenden Menschen besser kennenzulernen, starteten die rund 15 Aktiven eine Umfrage. Der dafür entwickelte Fragebogen wurde ausgelegt, aber überwiegend wurden die Mieter/innen direkt befragt. Die Ergebnisse stellte die Initiative im Oktober 2012 in der neuen Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft in der Sonnenallee 101 vor.

Ähnlich wie die Untersuchungen von Topos (siehe MieterEcho Nr. 355/ September 2012) stellte die Initiative stark steigende Mieten und Wohnungsknappheit fest. Dabei lassen die Ergebnisse zur Mietbelastung aufhorchen: So gaben 63 der 81 befragten Haushalte an, dass sie mehr als 30% ihres Haushaltseinkommens für die Miete aufbringen müssen. Rund ein Viertel zahlt mehr als 40%, einige sogar mehr als die Hälfte. Ebenso bedrohlich ist die Situation für Menschen, die ALG-II beziehen: Bei fünf von neun reicht das vom Amt für die Miete zur Verfügung gestellte Geld nicht aus, um diese vollständig zu bezahlen. Mehr als die Hälfte der Befragten hat daher Angst, nach einer Mieterhöhung die Miete nicht mehr aufbringen zu können.

Gute Gründe, Angst zu haben

Dass solche Ängste existieren, ist ein sozialpolitisches Armutszeugnis für diese Stadt. Wie berechtigt die Befürchtung ist, die Wohnung zu verlieren, belegen auch die Einschätzungen der Investitionsbank Berlin im Wohnungsmarktbericht 2011: Wenn eine „Entwicklung so dynamisch wie in Nordneukölln“ verlaufe, würden sich „ganze Quartiere innerhalb weniger Jahre zu lebhaften Ablegern der Szenelage“ verwandeln. Der Nachfrageschub hätte in Neukölln zu „erheblichen Preissteigerungen“ geführt. Ein Blick in die Wohnungsangebote im Internet bestätigt: Die durchschnittliche Miete der angebotenen Wohnungen aus der näheren Umgebung des Kiezes liegt bei 8,75 Euro/qm und damit 3,35 Euro/qm über den Bestandsmieten. Die Chance, bei Wohnungsverlust eine neue Bleibe im vertrauten Kiez zu finden, ist also denkbar gering. Dass sie für ALG-II-Haushalte nahezu ausgeschlossen ist, vermitteln Wohnungsinserate mitunter sehr direkt: „Achtung – dies ist keine Wohnung, die vom Amt übernommen wird. Wir bitten also von derartigen Bewerbungen abzusehen, vielen Dank!“

Boomkiez für Investoren

Dass Nordneukölln bei Investoren heiß begehrt ist, bestätigte sich in der Umfrage ebenfalls. In 14 von 54 Häusern gab es in den letzten Jahren Eigentümerwechsel. Sowohl von Mieterhöhungen als auch von Modernisierungen sind die Häuser mit neuen Eigentümern deutlich stärker betroffen. Gleichzeitig zeigte die Umfrage, dass für eine effektive Gegenwehr gegen Mieterhöhungen und/oder Modernisierungen oft die Grundlagen fehlen. Beinahe die Hälfte der Befragten kann die eigene Wohnung nicht im Mietspiegel einordnen und die Mehrheit ist kaum über das Mietrecht informiert. Problematisch ist zudem, dass in den meisten Häusern wenig Austausch unter den Mieter/innen stattfindet.

Perspektive der Gegenwehr

Der Kiezinitiative DonauFulda ging es bei der Befragung nicht um das Sammeln statistischer Daten, sondern vielmehr um den Kontakt zu den Menschen und um Informationen zu ihren konkreten Probleme. Der Fragenkatalog sollte eine Auseinandersetzung mit dem Thema anregen und für bestimmte Handlungsmöglichkeiten sensibilisieren. Wo anzusetzen wäre, um die Gegenwehr zu verbessern, hat die Initiative bei einem Nachbarschaftsfest im angrenzenden Kreuzberg formuliert:

Liebe Nachbarinnen, liebe Nachbarn, wir denken, dass unsere einzige Möglichkeit der Konfrontation mit dieser Situation darin besteht, dass wir uns organisieren, mit anderen Initiativen, Sport-, Kultur- und Migrantenvereinen verknüpfen, Hausversammlungen machen und in permanentem Kontakt mit unseren Nachbarinnen und Nachbarn bleiben. Der Kampf hat gerade erst begonnen!

Aus: MieterEcho online, Ausgabe 357

Die DonauFulda-Kiezini lädt ein

Einladung zur Veranstaltung am 24. September 2012

Vor einem Jahr hat sich in Neukölln unsere Kiezinitiative gegründet, die sich mit den Problemen auf dem hiesigen Wohnungsmarkt beschäftigt und eine Umfrage durchgeführt hat, um in Erfahrung zu bringen, wie die Menschen in unserer Nachbarschaft davon betroffen sind.

Die Ergebnisse dieser Befragung stellen wir am Montag, dem 24. September um 19 Uhr in der Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft  (Sonnenallee 101) vor. Du bist dazu eingeladen!